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Kurzfilmprojekt zum Thema AlkoholIm Rahmen des Projektmoduls "Digitale Medien" haben Studierende der Zürcher Hochschule der Künste Kurzfilme zum Thema Alkohol produziert. Diese Kurzfilme sollten - getreu dem Konzept der Dialogwoche Alkohol 2011 - neugierig machen, Fragen stellen, Sichtweisen einbringen, Perspektiven öffnen, hinterfragen und provozieren.
Die fertigen Filme werden während der Dialogwoche Alkohol am 24. Mai (11.30 - 20.00 Uhr) am Zürcher Hauptbahnhof durch die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich, in Kooperation mit der Zürcher Fachstelle für Alkoholprobleme, öffentlich präsentiert. Zwei der Clips stellen wir Ihnen hier exklusiv vor (siehe weiter unten), zusammen mit einem kurzen Interview mit deren Macherin, Martina Schneider.
- Frau Schneider, hat es Spass gemacht, diese Clips zu produzieren? Es war ein schönes Projekt, da es uns völlig frei stand, welche Botschaft wir in welchem Stil umsetzen wollten, und wir eine gute Sache unterstützen konnten. So konnten wir auch jene Techniken wählen, wo wir uns sicher fühlten, oder uns speziell üben wollten. Die Realisierung meines Projekts machte Spass, weil ich viele Freunde getroffen habe, die sich vor meine Kamera gestellt haben und mit mir über ihren Mut zur Hässlichkeit lachen konnten.
- Was denken Sie: Hatten Sie und Ihre Mitstudierenden sich vor diesem Projekt schon einmal so intensiv mit dem Thema Alkohol befasst? Die Problematik des Alkoholkonsums kennen wir wohl alle, und ich bin mir sicher, dass sich die meisten Personen in unserem Alter schon einmal mit diesem Thema beschäftigen mussten. Allerdings nicht jeder auf dieselbe Art und Weise und mit unterschiedlich hoher Intensität. Neu für mich war es, mich mit diesem Thema in gestalterischer Hinsicht auseinanderzusetzen. Auch wenn eigene Erfahrung natürlich helfen kann, einfacher Projektideen zum Thema zu finden, braucht eine Arbeit mit einer klaren Botschaft für eine bestimmte Zielgruppe doch immer zusätzliche Recherche und mehr als alltägliche Überlegungen.
- Ist Kunst ein gutes Mittel, um Themen wie den Alkohol in der Gesellschaft anzusprechen? Kunst kann sehr aufmerksamkeitsstark wirken, da sie keine strikten Regelungen zu befolgen hat und überraschen kann. Visuelle Kommunikation unterscheidet sich allerdings meines Erachtens von Kunst. Auch wenn wir im Ausführen unserer Projekte sehr frei waren, waren wir doch gezwungen, eine klare Botschaft für die breite Gesellschaft zu vermitteln. Dass dabei so unterschiedliche Resultate entstanden sind, die mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und einer angemessenen Portion Humor ganz unterschiedlich wirken, ist beeindruckend.
- In Ihren Filmen heisst es: „Alkohol verändert deine Persönlichkeit". Warum gerade diese Botschaft? Ursprünglich hiess die Botschaft meiner Filme ‚Alkohol verzerrt die Realität', der Arbeitstitel meines Projekts lautete ‚face it!'. Während der Realisierung habe ich aber bemerkt, dass die Veränderung der Persönlichkeit viel treffender und aussagekräftiger ist als nur eine Realitätsverzerrung. Man kann durch ein Gläschen Wein angeheitert sein oder ernsthafte Probleme mit dem Alkoholkonsum haben, die Persönlichkeit verändert sich bereits bei einer kleinen Menge Alkohol. Dies sollte uns stets bewusst sein. Die Filme kommunizieren dies auf absichtlich einfach gehaltene Weise, ohne moralisch zu werden.
- Warum sollte man Ihrer Meinung nach (sonst noch) über Alkohol sprechen? Alkohol gehört zu unserer Kultur wie zum Beispiel Sex und Autofahren, jedoch sind Alkoholexzesse schon derart normal und unspektakulär, dass Prävention in diesem Bereich sehr schnell vergessen, belächelt oder heruntergespielt wird. Meine Auslandserfahrungen in Dublin, Irland, und Tallin, Estland, mit Kulturen, in welchen diese Probleme noch grösser und sichtbarer auftreten, haben mich zum Teil geschockt, aber auch sehr geprägt. Natürlich gehört Alkohol auch zu den beliebtesten Genussmitteln der Schweizer Kultur, allerdings sollten die Gefahren des Konsums nicht als banal abgetan, sondern wie andere Probeme auch offen diskutiert werden.
Die beiden folgenden Clips wurden von Martina Schneider im Rahmen des Projekts an der ZHdK produziert:
Klicken Sie auf ein Bild, um den Film zu starten.
Impressum Filme: ZHdK Zürcher Hochschule der Künste Departement Design, Studiengang Visuelle Kommunikation Studienprojekte aus dem Kurs "Digitale Medien" (Dozentin: Viola Zimmermann) Februar/März 2011
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